Hallo Sportfreunde,
zuerst möchte ich euch noch
ein gesundes Neues Jahr wünschen und mich zugleich dafür entschuldigen, dass
ich über dem Sommer etwas schreibfaul war. Aber nun möchte ich euch wieder regelmäßig
mit Neuigkeiten von mir versorgen.
Vom 15.-17.01.2010 fand in Ramsau am Dachstein die 1. Tour de Ramsau
statt. Der Ablauf ist fast identisch mit der Tour de Ski von den Profis! Ich
konnte der Verlockung dieser Veranstaltung nicht wieder stehen. Die Kombination
aus einem 2 km Sprint, 30 km Massenstart in der Freien Technik, und einem 6,5
km Berglauf klassisch mit fast 500 m Höhenunterschied fordern den kompletten
Langläufer.
Tag 1:
Der 2 km Sprint in der Freien Technik fand am Freitagabend 18:00 Uhr unter Flutlicht
im Skistadion von Ramsau statt. Mit dem 3. Rang konnte ich zufrieden sein, denn
wer mich kennt, der weiß, das Sprinten nicht mein Ding ist. Zudem staubte ich
noch 80 Bonus-Sekunden ab.
Tag 2:
Am Nächten Morgen ging es dann mit dem Dachsteinlauf über 30 km weiter. Er gehört
zu den größten Volksläufen in der Steiermark. Markus Keplinger (AUT), Andrey
Tokarev (RUS), Johannes Wachlin (AUT) machten von Beginn an der Spitze richtig
Tempo, dem konnte ich leider nicht ganz folgen. Mit 01:16 min Rückstand und
Gesamtplatz 4. hielt ich den Zeitverlust noch in Grenzen.
Tag 3:
Sonntag ging es mit den Zeitrückständen aus Tag 1 und 2 in die Verfolgung. Mit
01:57min Rückstand auf den führenden Markus Keplinger (AUT) ging ich in die
alles entscheidende 6,5 km Bergetappe. Diese hatte es echt in sich, weil auch
über Nacht noch 5 cm Neuschnee dazukamen. Gestartet wurde wieder im Skistadion
Ramsau. Es ging über 3 km noch recht flach mit nur 100 HM bis zum Fuß des Rittesberg.
Danach ging es ans Eingemachte, 400 NM auf den letzten 3,5 km. Ich wachste meinen
Ski mit Absicht etwas stumpf, dazu verlängerte ich die Steigzone deutlich! Dies
machte sich auf der langen Steigung bezahlt. Ich lief die zweitbeste Zeit des
Tages und konnte meinen Rückstand auf Markus Keplinger auf knapp 35 Sekunden
verkürzen. Schade, dass der Berg dann schon zu Ende war! Nichts desto trotz
kann ich mit Rang 3. in der Gesamtwertung mehr als zufrieden sein!
Als nächstes bin ich am 31.01.2010 beim Skitrail über 55 km im Tannheimer
Tal am Start.
Bis bald Euer Sebastian
Mittenwald, 20.01.2010
Berglauf klassisch

Siegerehrung Gesamtwertung

Mit Pokal
und Medaille

Erzgebirgsradrennen und
Leistungsdiagnostische Untersuchung in Warendorf
Hallo Sportfreunde,
bald ist Sommeranfang und
es ist mal wieder an der Zeit, dass ich mich bei Euch melde. Die ersten 1 1/2
Monate Training der noch jungen Saison standen ganz im Zeichen des Grundausdauertrainings.
Gut 1300 km sind auf dem Rad und zu Fuß zusammen gekommen. Gesundheitlich läuft
es super und ich konnte bis jetzt den Trainingsplan ohne Abstriche einhalten,
was im letzten Jahr leider nicht der Fall war.
Beim 11.Erzgebirgsradrennen ging ich über die 47 km Strecke an den Start. Nach
01:48:32 h und Platz 39. in der Gesamtwertung erreichte ich das Ziel. Über das
gute Ergebnis war ich selbst etwas überrascht, was ich sicherlich dem kontinuierlichen
Training und meiner Gesundheit zu verdanken habe.
Vorige Woche stand die leistungsdiagnostische Untersuchung in der Sportschule
der Bundeswehr in Warendorf an. Zwei mal im Jahr bekomme ich die Möglichkeit,
sich gesundheitlich komplett "durchchecken" zu lassen. Bei der anschließenden
Auswertung gab es Grund zur Freude, denn alle Werte sind im "grünen" Bereich.
So kann ich planmäßig und gut motiviert mein Training weiterführen. Mit dem
Rollertraining wird diese Woche begonnen.
Bis bald Euer Sebastian
Mittenwald, den 11.06.2009
Stockbruch beim Skadiloppet, Trainingsbeginn am 28.04. für die Saison 2009/2010
Der letzte Wettkampf des
Winters ist wie bei so vielen Langläufern traditionell der Skadiloppet in Bodenmais.
Im Starterfeld über die 30km in der freien Technik wurde ich in Startblock 2
verwiesen, warum auch immer. Nach dem Start war ich ungefähr an Position 100
und mitten im Gedränge. Da half nur die Ellenbogen ausfahren und sich aus dem
Gröbsten raushalten. Mit meinen Ski hatte ich an diesem Tag einen Glücksgriff
gemacht. Der Schnee war für Mitte März normal ist sehr nass. Gerade bei solchen
Bedingungen ist es wichtig die richtige Kombination aus Ski, Struktur und Wachs
zu finden. So gelang es mir besonders in den kleineren Abfahrten immer mehr
zur Spitzengruppe aufzuschließen. Nach ca. 5km war ich "vorn" angekommen und
konnte sozusagen einen "Gang" zurückschalten. Bei Kilometer 7 passierte es,
ein Läufer der direkt hinter mir war, trat versehentlich auf meinen Stockteller
worauf ich zu Fall kam. So schnell wie ich gefallen war, war ich auch wieder
auf den Beinen und es schien alles in Ordnung zu sein. Doch nach 100 Metern
an einer kleinen Steigung brach der linke Stock auf halber Länge und das noch
am entferntesten Ende des Rundkurses. Erst nach ca.1,5 km beim Leki Stockservice
konnte ich diesen austauschen. Da war natürlich der Zug ohne mich abgefahren,
es galt nun den Schaden in Grenzen zu halten. So musste ich mich am Ende mit
Rang 32 und 5:29 min Rückstand zufrieden geben.
Momentan habe ich noch bis Ende April Urlaub und danach beginnt die neue Saisonvorbereitung.
Bis Bald euer Sebastian
Mittenwald,
den 03.03.2009
Rang 7. bei Casta, Rang 3. beim Ganghoferlauf
Hallo Sportfreunde,
Anfang Februar
fanden in Südtirol die Internationalen Militärmeisterschaften in Langlauf, kurz
Casta genannt, statt.
Teams aus über 10 Nationen kämpften um das Edelmetall.
Bereits zwei Tage vor dem Rennen reisten wir von Mittenwald aus nach Toblach.
Untergebracht waren wir in einer alten Kaserne des Ort. Besser gesagt, in einer
ehemaligen Kaserne! Diese ist im Normalfall geschlossen! Zur Casta wird diese
aber für Gäste geöffnet. Dementsprechend spartanisch ist die Einrichtung der
Zimmer. Acht 50 Jahre alte Betten + ein eben so alten Schrank und eine Steckdose
im Zimmer mussten reichen! Leider gab es keinen Tisch oder Stühle im Zimmer.
Am Mittwoch stand mit dem 15km Massenstartrennen in der Freien Technik der Saisonhöhepunkt
bevor. Im 42 Mann stark besetzen Starterfeld befanden sich auch, mit Tom Reichelt
und Rene Sommerfeld, zwei Läufer aus der deutschen Nationalmannschaft am Start.
Sie nutzen diese Wettkämpfe um sich in Toblach auf die anstehende WM vorzubereiten
und einige letzte Formtests durchzuführen.
In der Anfangsphase des Rennen kam es immer wieder zu Gerangel und Stürzen,
weil einfach die Strecke zu schmal war. Nach der ersten von 3 x 5km Runden lag
ich auf Rang 10. Auf den letzten zwei anspruchsvollen Runden hatte ich noch
genug "Körner" um mich bis auf Platz 7 vor zu kämpfen. Bedanken möchte ich mich
nochmals bei den Techniken der deutschen Nationalmannschaft, die für eine perfekte
Präparation unserer Wettkampfski zu allen Wettkämpfen sorgten.
Voller Zufriedenheit traten wir am Freitag die Rückreise nach Mittenwald an.
Ab Mittag fühlte ich mich nicht mehr richtig wohl und ich merkte leider, dass
ein Schnupfen im Anmarsch war. Deshalb musste ich mich leider für die Absage
des am Sonntag stattfindenten tiroler Koasalaufes in Sankt Johann entscheiden.
Nach drei Tagen Pause war der Schnupfen weg und ich konnte wieder ins normale
Training einsteigen.
Der Ganghoferlauf fand letztes Wochenende in Leutasch (Österreich) statt. Er
ist der älteste und somit auch traditionellste Volkslanglauf in Tirol. Wegen
der starken Schneefälle Ende Februar und der damit verbundenen Lawinengefahr
musste die Strecke verändert werden. Gelaufen wurde nun auf einer 20km Schleife
die zwei mal durchlaufen werden musste. Das Rennen war geprägt von Stehversuchen
oder Zwischensprints auf der komplett flachen Schleife! Niemanden gelang es
die 13 Mann starke Spitzengruppe auseinander zu reisen. Zwei km vor dem Ziel
versuchte ich durch eine Tempoverschärfung meine Chance zu nutzen. Auf einem
Massenzielsprint wollte ich es nicht ankommen lassen. Beim letzten Kilometer
setzen sich 4 Läufer und ich leicht von der Gruppe ab. Doch den folgenden Angriff
von HaraldSchuler, Michael Eberharter und Norbert Ganner konnte ich nicht parieren.
Auf der Zielgerade versuche noch der starke Tscheche Jiri Rocarek noch an mir
vorbei zu sprinten aber, gegen Ihn konnte ich mich mit 0,2 Sekunden durchsetzen
und wurde demzufolge 4. des gesamten Teilnehmerfeldes. Für meine Klasse der
Allgemeinen Herren bedeutete dies Platz 3.
Dieses Wochenende werde ich beim Deutschland Pokal in Oberhof an den Start gehen
und mit dem Skadiloppet in Bodenmais langsam die Saison beenden.
Ski Heil!
Euer Sebastian
Mittenwald, den 29.01.2009
Hallo Sportfreunde,
zuerst möchte ich Euch für 2009 noch viel Gesundheit und Erfolg wünschen. Ich hoffe Ihr seid (wie ich) alle gut ins neue Jahr gestartet.
Der erste wichtige Wettkampf in diesem Jahr fand als Deutschlandpokal in Girkhausen im Hochsauerland statt. Bei der Streckenbesichtigung fanden wir eine, alles andere als gut präparierte Strecke vor. Die Schneelage war für so einen Wettkampf nicht ausreichend. Deshalb beschloss ich, über die 10km Klassisch einen Trainingsski zu laufen, um das gute Material zu schonen. Der Preis, den ich dafür zahlen musste, war 3 Minuten Rückstand. Am Sonntag beim 15km Freistilrennen lief ich aus diesem Grund mit gutem Material. Belohnt wurde ich mit Rang 2 und 5,5 Sekunden hinter dem Sieger Jurij Propp. Doch leider kann ich auch meine Ski (300€) in den Ofen schieben! Vom Belag ist nicht mehr viel übrig und von der Struktur keine Spur mehr zu sehen. Da stellt sich für mich wieder mal die Frage: Wie es sein kann, dass so eine große Veranstaltung bei so schlechter Schneelage durchgeführt werden durfte, obwohl in anderen Gebieten Deutschlands die Schneelage Top war?
Mitte Januar startete die DSV Skilanglaufserie mit dem Erzgebirgsskimarathon in Oberwiesenthal. Am Samstag entschied ich mich, die 21km in der Freien Technik zu laufen. Der Ski lief gut, doch am letzten Anstieg ins Stadion verließen mich die Armkräfte, so dass ich mich mit Rang 3 geschlagen geben musste. Am Sonntag startete ich über die gleiche Strecke aber Klassisch. Über Nacht war etwas Neuschnee gefallen, dadurch war die richtige Auswahl des Steigwachses nicht so einfach. Im Ziel angekommen musste ich mich nur Rene Sommerfeldt und Oliver Wünsch geschlagen geben.
Am letzten Wochenende in Januar war unser Bataillon in Mittenwald Gastgeber des 34. Edelweißpokals, welcher zur Ermittlung der besten Skizüge der Bundeswehr dient. Im Langlaufrennen wurden dabei die Zeit der drei Schnellsten jeder Technik zusammen addiert. In der Klassischen Technik ging der Pokal zu uns nach Mittenwald, wobei ich mit meiner Leistung einen Beitrag dazu leisten konnte. Über die Freie Technik sicherte sich das Gebirgsjägerbataillon 231 den Sieg.
Einen Tag
später stand ich bereits wieder in Österreich beim Skitrail am Start. Er gehört
zum 2. Lauf der DSV Skilanglaufserie. Am Start kam ich ziemlich in Bedrängnis
und schaffte es nicht bis zur ersten Abfahrt die Lücke zur Spitzengruppe zu
schließen.
Nach 5km gab es in Zöbeln eine Sprintwertung, wo die Lücke nach wie vor bestand.
Im Gegenteil, der Rückstand betrug jetzt fast 200m! Ich schaute zurück und musste
feststellen, dass die Gruppe hinter mir auch ca. 200m zurück lag. So entschied
ich mich das Risiko einzugehen einen Versuch zu starten, allein nach vorn zu
laufen. Erst nach etwa 15km, als es allmählich in den Anstieg nach Oberjoch
hinein ging, hatte ich es geschafft die Lücke zu schließen. Auf dem Rückweg
zum Durchlauf zerbrach dann die Spitzengruppe in viele kleine. Nach fast 55km
kam dann der letzte Anstieg vor dem Ziel, wo ich mich etwas entscheidend von
"meiner" Gruppe absetzen konnte. Im Ziel wurde ich mit Rang 10 und einer Laufzeit
von 02:17:52min belohnt! Die Verbesserung meiner Vorjahreszeit um ca. 15min
sprechen für eine deutliche Leistungssteigerung!
Bis bald Euer Sebastian